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Eine unzureichende Versorgung von Einwanderern kann schnell zu Aufständen führen

Völkerwanderung
Völkerwanderung

Johannes Kühle

 

Die Flüchtlingskrise –

eine Neuauflage der Völkerwanderung im Römischen Reich?

 

 

Die Flüchtlingskrise ist die bedeutendste politische und humane Heraus-forderung des Jahres 2015 in Europa. Getrieben von kriegerischen Auseinan-dersetzungen in ihrer Heimat brechen Tausende von Menschen aus dem Nahen Osten in Richtung Westen, in das 'Paradies' Europäische Union auf. Die europäische Politik verzweifelt an der Suche nach einer humanen und zugleich für die Staaten selbst erträglichen Lösung der Krise. Ist diese Flüchtlingskrise ein historisch einmaliges Phänomen?

 

Die Medien sprechen in diesem Zusammenhang oft von einer 'Völker-wanderung' – zu Recht, denn in der Völkerwanderung der Antike liegt ein historisches Vorbild für die heutige Situation. Damals führte ein langwieriger Prozess, der durch die Aufnahme von gotischen Flüchtlingen in die römi-schen Grenzprovinzen einsetzte, schließlich zum Untergang des weströmi-schen Reiches. Erwartet die Europäische Union womöglich ein ähnlich dra-matisches Szenario?

 

Damals wie heute sind es Konflikte außerhalb des hoch zivilisierten Europas, die aus den Menschen in Konfliktregionen Flüchtlinge machen. Genauso we-nig wie die römische Verwaltung versuchte, in Konflikte militärisch einzu-greifen, führen heute die EU- oder die NATO-Mitgliedsstaaten umfassende

Militäroperationen gegen die in Syrien und durch den IS provozierten Kon-flikte durch. Der Kolumnist Wolfgang Münchau bezeichnete am 14.09.2015 auf Spiegel Online diese Passivität sogar als einen 'tiefen Grund für die Flüchtlingskrise 15'.

 

Das Wohlstandsgefälle zwischen der EU und dem Nahen Osten ist ähnlich ausgeprägt wie in der Antike zwischen dem römischen Reich und den Gebie-ten der Barbaren. Daher ist die EU für Flüchtlinge ein gleichermaßen attrak-tives Ziel, was die Einwanderung folglich fördert.

 

Link zum Vortragsprotokoll

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