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Wir sollten kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir unserer Hilfe Obergrenzen setzen

Robert Spaemann (* 5. Mai 1927 in Berlin) ist ein deutscher Philosoph (Wikipedia)
Robert Spaemann (* 5. Mai 1927 in Berlin) ist ein deutscher Philosoph (Wikipedia)

Zitate von Philosoph Robert Spaemann im 'Kölner Stadt-Anzeiger':


Wir können nicht grenzenlos helfen


Ginge es nach Robert Spaemann, müsste Deutschland bei der Aufnahme von Flüchtlingen Christen gegenüber Muslimen bevorzugen. Der Philosoph über Merkels Willkommenskultur, Gewalt im Islam und den Gottesbeweis in Zeiten des Terrors.

Uneingeschränkt kann die Hilfsbereitschaft sein, aber nicht die tatsächliche Hilfe. Es kann nicht unsere Pflicht sein, uneingeschränkt zu helfen, weil es nicht möglich ist. Wir können es nicht. Und wir sollten auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir unserer Hilfe Obergrenzen setzen. Zudem ist es so, dass, wenn es solche Grenzen gibt, man auswählen muss, wen man nimmt und wen nicht.

Ganz unabhängig von den Glaubensüberzeugungen ist unsere Kultur vom Christentum geprägt. Unsere Feste – Weihnachten, Ostern – sind christlichen Ursprungs. Großbritannien schafft sie ab. „Merry Christmas“ ist nicht mehr erlaubt, es heißt jetzt „Season’s Greetings“. Ich weiß nicht, ob es jemanden gibt, der das für eine Bereicherung hält.

Aber wenn die Bundeskanzlerin als Gründe für die Gewährung von Asyl neben Verfolgung wegen religiöser und politischer sowie rassischer Eigentümlichkeit auch Armut nennt, ist das eine katastrophale Ausweitung. Gewiss, man kann Menschen nicht vorwerfen, dass sie durch Emigration ihren Lebensstandard zu heben versuchen. Wir würden das in ihrer Lage vielleicht auch versuchen. Aber ebenso klar ist es auch, dass wir diesem Wunsch nicht entsprechen können.

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