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Der Koran bestärkt die Muslime in ihrem religiösen Überlegenheitsgefühl als Inhaber der absoluten Wahrheit

Dr. Abdel-Hakim Ourghi, Professor für Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg
Dr. Abdel-Hakim Ourghi, Professor für Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Zitate von Dr. Abdel-Hakim Ourghi in 'Süddeutsche Zeitung':


Wo der Koran Anknüpfungspunkte für Gewalt bietet


Die Muslime müssen endlich den Koran und die Tradition des Propheten kritisch infrage stellen. Sonst ist der interreligiöse Dialog zum Scheitern verurteilt.


Muslime sehen den Koran als das Wort Gottes an, als Maß aller Dinge, an dessen Vorschriften sie sich orientieren. Daher nimmt der Koran in ihrem Alltag den wichtigsten Platz ein. Wer auch nur ein wenig an seinem Wortlaut rüttelt, einen Teil von ihm ablehnt oder ihn gar als Menschenwerk betrach-tet, gilt manchen als Häretiker. Das Leben des Propheten und dessen reli-giöses und politisches Handeln kritisch zu hinterfragen, scheint ebenso tabu zu sein. Das Bild eines vollkommenen Lebens ohne Sünden muss aufrecht-erhalten werden und dient als ewig gültiges, gottgegebenes Vorbild.


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