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Samstag, 09.09.2017

12:00-14:00 Uhr

Vienna Rehearsal Studio

Geusaugasse 2

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Gehet hin und fraget Erwin Lanc

Erwin Lanc
Erwin Lanc
Gestern erhielt ich die obige Einladung. An den Namen Erwin Lanc konnte ich mich noch erinnern, aber nicht mehr daran, welche Funktionen er hatte. Da musste ich nachschlagen.
Gestern erhielt ich die obige Einladung. An den Namen Erwin Lanc konnte ich mich noch erinnern, aber nicht mehr daran, welche Funktionen er hatte. Da musste ich nachschlagen.

Erwin Lanc (* 17. Mai 1930 in Wien) ist ein ehemaliger österreichischer Politiker (SPÖ). Er war als Nachfolger von Willibald Pahr und Vorgänger von Leopold Gratz der neunte Außenminister der Zweiten Republik, nachdem er zuvor der Bundesregierung bereits als Verkehrs- und Innenminister angehört hatte. Heute ist Lanc Präsident des Internationalen Instituts für den Frieden in Wien. Wikipedia

Erwin Lanc, Zeitzeuge bei den Februarkämpfen

 

Mit dem 12. Februar 1934 verbindet der ehemalige Verkehrs-, Innen- und Außenminister in der Ära Bruno Kreiskys sein erstes politisches Erlebnis. Von dem Küchenfester aus hat der damals Vierjährige beobachtet, wie die Heimwehren den Reumannhof am Margaretengürtel 100, den Hauptstützpunkt des Republikanischen Schutzbundes, angegriffen haben. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" spricht er über seine Erinnerungen, Hintergründe und die Bedeutung des Tages bis heute. Wiener Zeitung

Reumannhof in Wien-Margareten. Am 12. Februar 1934 griffen Polizei- und Bundesheereinheiten kurz nach dem Beginn der Februarkämpfe den Reumanhof an und brachen den Widerstand des Republikanischen Schutzbundes.
Reumannhof in Wien-Margareten. Am 12. Februar 1934 griffen Polizei- und Bundesheereinheiten kurz nach dem Beginn der Februarkämpfe den Reumanhof an und brachen den Widerstand des Republikanischen Schutzbundes.

Der Korneuburger Eid


Als Korneuburger Eid bzw. Korneuburger Gelöbnis wird eine durch den Heimwehrbundesführer Richard Steidle am 18. Mai 1930 in Korneuburg verlesene Erklärung bezeichnet, mit der Teile der österreichischen Heimwehren eine Neuordnung des Staates forderten, die bereits auf den Austrofaschismus verweist. Wikipedia


Erwin Lanc: Da ist geschworen worden, dass man die westlich parlamentarische Demokratie verwirft. Das ist also ein rein faschistischer Zugang. Unter den Unterzeichnern war unter anderen der spätere Bundeskanzler Julius Raab (ÖVP). Und der spätere Bundeskanzler Leopold Figl (ÖVP) war damals Obmann der niederösterreichischen ostmärkischen Sturmscharen, die dann in den Heimwehren aufgegangen sind, die ja die Hilfstruppe des austrofaschistischen Regimes waren. Der Heimwehrführer Emil Fey hat etwa am Vorabend des 12. Februar angekündigt: "Morgen werden wir ganze Arbeit leisten." Wiener Zeitung

Richard Steidle (Mitte)
Richard Steidle (Mitte)

Die Rolle der Kirche

 

Erwin Lanc: Was seit langem bei keinem Gedenken mehr thematisiert wurde, war die Rolle der Kirche. Man muss ja sehen, in welchem Umfeld sich der Austrofaschismus entwickelt hat. Neben Benito Mussolini, dem vermeintlichen Verbündeten von Dollfuß gegen Adolf Hitler, hat auch der Vatikan auf eine Vernichtung der Sozialdemokratie gedrängt.

Wiener Zeitung

 

Aus der Enzyklika 'Quadragesimo anno':

 

Der Sozialismus, gleichviel ob als Lehre, als geschichtliche Erscheinung oder als Bewegung, auch nachdem er in den genannten Stücken der Wahrheit und Gerechtigkeit Raum gibt, bleibt mit der Lehre der katholischen Kirche immer unvereinbar. Er müsste denn aufhören, Sozialismus zu sein: der Gegensatz zwischen sozialistischer und christlicher Gesellschaftsauffassung ist unüberbrückbar. Wikipedia

Papst Pius XI., Urheber der Enzyklika 'Quadragesimo anno'
Papst Pius XI., Urheber der Enzyklika 'Quadragesimo anno'

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